Haselnussmehl

Haselnussmehl: Alles was du über das leckere Mehl wissen musst

Was ist Haselnussmehl?

Haselnussmehl
Haselnussmus ohne Zusätze

Haselnussmehl wird aus fein gemahlenen Haselnüssen gewonnen. Es schmeckt süß und lecker nussig. Sowohl süßen als auch herzhaften Gerichten gibt es eine subtile nussige und vollmundige Note.

Dazu hat es noch einiges zu bieten: Denn das Nussmehl ist  getreide- und glutenfrei, Low Carb und richtig gesund. In Haselnüssen stecken unter anderem Folsäure, Mangan, Proteine, Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren.

Allerdings solltet ihr beim Kauf von Haselnussmehl etwas genauer hinschauen, denn es gibt Unterschiede. Je nachdem, ob die Nüsse für das Mehl entölt worden sind oder nicht.

Entöltes Haselnussmehl: Voller Geschmack, Proteinbombe & weniger Kalorien

Für die entölte Variante werden die Haselnussreste nach der Nussölherstellung verwendet. Diese Reste – der Presskuchen –  werden fein vermahlen. Dadurch hat teilentöltes/entöltes Haselnussmehl einen höheren Proteingehalt, mehr Ballaststoffe und deutlich weniger Fett  als gemahlene Haselnüsse. Und folglich auch weniger Kalorien. Wer also Kalorien sparen möchte, aber nicht am Geschmack, sollte auf die teilentölte Variante setzen. Zudem besitzt die entölte Variante meist eine feinere Textur als die gemahlenen Haselnüsse.

Seid ihr euch beim Kauf unsicher, ob das Mehl entölt ist oder nicht, gibt ein Blick auf die Nährwerte und Kalorien Klarheit. Im Vergleich besitzen gemahlene Haselnüsse circa 670 Kalorien, 62 g Fett, 11 g Carbs und 14 g Eiweiß auf 100 g. Teilentöltes Mehl aus Haselnüssen dagegen circa 400 Kalorien, 17 g Fett, 12 g Carbs und 41 g Eiweiß auf 100 g. Die Angaben variieren je nach Anbieter.

Low Carb Kitchen

Wenn man bedenkt, dass Weizenmehl mit 76 g Carbs pro 100g enthält, wird schnell deutlich, dass man mit der Haselnuss Alternative auch jede Menge Kohlenhydrate einsparen kann.

Entöltes/Teilentöltes Haselnussmehl kaufen

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Haselnussmehl
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Haselnussmehl
Ölmühle Solling

Gemahlene Haselnüsse 

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Haselnussmehl in der Küche

Das leckere Nussmehl ist ein kleiner Allrounder. Es eignet sich hervorragend für süße Brotaufstriche und allerlei Gebäck wie Kuchen, Kekse, Pfannkuchen, Waffeln, Muffins, Brownies oder Fladenbrot.
Viele Leckereien lassen sich mit Haselnussmehl verfeinern: Grieß oder Milchbrei. Desserts, Müsli, Obstsalat oder Smoothies. Man kann auch anstelle von Milch 2 Esslöffel des Mehls + Wasser verwenden. 

Das Gute: Das Mehl passt sowohl zu süß als auch zu herzhaften Gerichten. So könnt ihr es auch als Basis für vegetarische Burger-Parties nehmen oder damit panieren. Eine tolle glutenfreie knusprige Panade funktioniert super aus einer Kombination von Haselnussmehl und grob gemahlenem Hafermehl als Ersatz für Semmelbrösel. Oder wie wäre es mit einem leckeren Basilikum Pesto? Einfach anstelle von Pinienkernen das Nussmehl verwenden.

Tipp: Nussmehl am besten kühl und trocken lagern. Idealerweise im Kühlschrank. 

Backen mit Haselnussmehl 

Nussmehle haben exzellente Backeigenschaften, ähnlich wie herkömmliches Mehl.

Allerdings sind Nussmehle glutenfrei, ihnen fehlt die natürliche Bindefähigkeit. Beim Backen deshalb für ein optimales Ergebnis ein Bindemittel wie Xanthan (weitere Infos) oder Guarkernmehl (weitere Infos) hinzugeben.

Wir empfehlen zu Anfang nach Rezept zu backen. Ansonsten könnt ihr in Rezepten mit Weizenmehl meist problemlos 20-30 Prozent der Mehlmenge durch Haselnussmehl ersetzen. Durch den Austausch werden Kohlenhydrate reduziert und ihr bekommt eine lecker nussige Note. 

Übrigens zieht entöltes Mehl aus Haselnüssen deutlich mehr Wasser und hält besser als gemahlene Haselnüsse. Folglich ist also nicht problemlos möglich entöltes Haselnussmehl in Rezepten durch gemahlene Haselnüsse zu ersetzen.

Haselnussmehl

Mandelmehl und Haselnussmehl sind austauschbar

Tipp: Haselnussmehl und Mandelmehl sind untereinander in Rezepten 1:1 austauschbar. Denn sowohl Haselnuss- als auch Mandelmehl sind zwei ähnliche glutenfreie Nussmehl-Optionen. Allerdings wird der Geschmack etwas anders werden. Mandelmehl schmeckt nussig mit einer leichten bitteren Note. Das Mehl aus den Haselnüssen dagegen eher mild und süß. Zudem ist Mandelmehl meist einfacher zu bekommen als die Haselnuss-Variante.

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